Posts Tagged ‘Geheimplan gegen Blocher’

Die FDP entdeckt neue Liebe (zur Schweiz) und zur Konkordanz, die Linken den Liebesentzug und die Journalisten drehen sich im Wind der neuen Erkenntnisse …

Zuerst spielten das niederträchtige und völlig schamlose Intrigenspiel und die Verschwörung (Geheimplan) zur Abwahl von Blocher keine Rolle, denn es traf ja die “Richtigen”. (man stelle sich einmal vor, die SVP hätte ein derartiges Spiel gegen Linke und sog. Mitte gemacht, was es dann im Schweizer Blätterwald  an heller Empörung anstatt an Jubel gerauscht hätte…)

Auch, daß die Konkordanz über Bord geworfen wurde, störte nicht. Es waren ja angeblich die “Richtigen” (die SVPler) Opfer der bösartigen Verschwörung.

Der linksgerichtete Tagi der Tamedia-Presse titelte am 29.10.2011: "Die BDP gewinnt auf Kosten der Falschen"

Der linksgerichtete Tagi der Tamedia-Presse titelte am 29.10.2011: "Die BDP gewinnt auf Kosten der Falschen" (Großansicht Bildschirmausriß: Bild anklicken)

Daß Eveline Widmer-Schlumpf noch zu SVP-Zeiten das härteste Asyl-Gesetz der gesamten Schweiz in Graubünden durchgesetzt hatte, spielte ebensowenig eine Rolle wie vieles andere.

Widmer-Schlumpf wurde zum neuen Liebling der Linken, war den Linken plötzlich ursympathisch. Die Frau war in Ordnung, so eine anständige Person! Frenetisch jubelten die Linken auf dem Bundesplatz über Widmer-Schlumpf.

Wie anders sah etwa die SP das, als sie selbst von Widmer-Schlumpfs “Anständigkeit” betroffen war.  Dachte Parteichef Levrat wirklich, eine Person wie Widmer-Schlumpf sei verläßlich und habe so etwas wie Charakter oder Anständigkeit, nur weil sie dieses Lieblingswort ständig in den Mund nimmt? Zitat des SP-Parteichefs: “Die Wut auf Widmer-Schlumpf ist groß.”

Und seit die Journalisten, etwa von Tamedia, bemerkt haben, daß die heißumjubelte “Blocher-Töterin” gar nicht so sehr der SVP schadet, sondern die von Widmer-Schlumpf gegründete BDP, die einzig und allein zum Zweck ihres eigenen Machterhalts gegründet wurde, nur von Leuten gewählt wird, die ohnedies gar nicht SVP wählen würden, hat sich die Berichterstattung geändert. (siehe nebenstehendes Bildschirmfoto)

Gemäß dem Motto “Ich liebe den Verrat, aber hasse den Verräter.” (Zitat von Gaius Julius Cäsar, er ja bekanntermaßen später selbst einem Verrat zum Opfer fiel)

Erst Liebling der Linken, doch jetzt geschaßt?

Der linke Tagi merkte es als erstes und stellte entsetzt fest, daß Widmer-Schlumpfs BDP-Partei auf Kosten “der Falschen” (Wortlaut in dem “Bericht” des Tagesanzeigers), gewinnt. Sogleich wurde die Berichterstattung von Pro-Widmer-Schlumpf umgeschwenkt auf hässig. Widmer-Schlumpf muß sich direkt vorgekommen sein, als sei sie wieder in der SVP, als sie der neuen Tamedia-”Berichterstattung” über sie gewahr wurde.

Zitat-Beispiel: “Als Auffangbecken für ausstiegswillige SVP-Politiker gegründet, schadet die BDP heute vor allem FDP und CVP. Die Kleinpartei dürfte nicht viel mehr als eine Episode bleiben.

Das ist doch wirklich nett geschrieben.

FDP-Nationalratskandidat Rudolf Kunz äußert öffentlich, er sei "für die Wiederherstellung der Konkordanz im Bundesrat"

FDP-Nationalratskandidat Rudolf Kunz äußert öffentlich, er sei "für die Wiederherstellung der Konkordanz im Bundesrat"

Und die Neue Zürcher Zeitung, bei der man, um Aktionär zu werden, Mitglied der FDP sein muß oder aber sich zur freisinnig-demokratischen Grundhaltung bekennen (und hierbei jedoch nicht Mitglied einer anderen Partei als der FDP sein darf), hat es ebenfalls bemerkt und ändert etwa zum gleichen Zeitpunkt plötzlich ihre positive Berichterstattung über Widmer-Schlumpf.

Siehe z. B. diesen Artikel.

Überall liest man jetzt vor den Wahlen, die FDP, die Partei also, welche die Schweiz in die EU führen will, möchte dies gar nicht (warum dann nicht für einen Rückzug des EU-Beitrittsgesuch gestimmt wurde, bleibt Geheimnis der FDP) und die FDP liebe die Schweiz. Auf allen FDP-Wahlwerbeplakaten steht plötzlich euphorisch zu lesen “Aus Liebe zur Schweiz.” Dagegen wirkt ja selbst der SVP-Patriotismus (“Schweizer Qualität”) schon schüchtern.

Und damit nicht genug. Die FDP mag plötzlich nicht nur die Schweiz, sondern sogar auch die Konkordanz. Wörtlich äußerte sich der bündner FDP-Nationalratskandidat Rudolf Kunz gegenüber Südostschweiz-Medien am Wahlpodium vom Montag, er sei für die Wiederherstellung der Konkordanz im Bundesrat (siehe Bildschirmfotoausriß 2).

Da diese Aussage die Nicht-Wiederwahl der Bündner Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) impliziert, hat sie hohe Wellen geschlagen, so die Südostschweiz dazu.

Man reibt sich die Augen, wie sich alles ändert, wenn Wahlen vor der Tür stehen…

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