Posts Tagged ‘Departementswechsel’

BAZ: “Nun bangen die Chefbeamten um ihren Job”

Widmer-Schlumpf ist mittlerweile für ihr eiskaltes Vorgehen berüchtigt.

Die BAZ schreibt anläßlich des überraschenden Departementswechsels von Widmer-Schlumpf:

Vier von sieben Departements erhalten einen neuen Vorsteher. Erfahrungsgemäß geht das nicht ohne personelle Opfer. Vor allem Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf ist diesbezüglich gefürchtet.

Weiter berichtet die Basler Zeitung:

«Herzliche Gratulation und willkommen Frau Eveline Widmer-Schlumpf im Eidg. Finanzdepartement», schreiben die Personalverbände der neuen EFD-Chefin zur Begrüssung.

Gefürchtet wegen ihrer Kaltschnäuzigkeit: Eveline Widmer-Schlumpf (Bildschirmfoto: BAZ)

Sie erhoffen sich von ihr weniger Reorganisationen in der Verwaltung und ein besseres Arbeitsklima.

Doch der Wechsel der BDP-Bundesrätin löst im Finanzdepartement gegenteilige Befürchtungen aus.

Widmer-Schlumpf hat seit der Wahl in den Bundesrat in ihrem alten Departement über ein Dutzend Kadermitarbeiter ausgewechselt und mit einer Reorganisation im Bundesamt für Migration grosse Unruhe ausgelöst.

Widmer-Schlumpfs Personalpolitik hat sogar eine Untersuchung der nationalrätlichen Geschäftsprüfungskommission bewirkt — nicht zuletzt wegen der hohen Kosten durch Abgangsentschädigungen.

1 Comment »

Blick zum “heißen Spiel” von Widmer-Schlumpf

Zitate aus dem Blick anläßlich des Departementswechsels von Widmer-Schlumpf (kursiv):

Letzte Woche hatte Eveline Widmer-Schlumpf noch damit kokettiert, bei den Gesamterneuerungswahlen 2011 nicht mehr anzutreten. Doch gestern sandte sie ein deutliches Zeichen ihres Willens zur Macht aus. Sie beerbt Hans-Rudolf Merz als Säckelmeisterin.

Das Kalkül der Bündnerin:

Blick: "Widmer-Schlumpf spielt ein heißes Spiel" (Bildschirmfoto: Blick.ch)

Das Parlament werde es nicht wagen, sie nach nur gut einem Jahr im Amt in die Wüste zu schicken:

Zu groß wäre die Unruhe im Finanzdepartement mit drei Chefs innert 14 Monaten. Zudem dürfte Widmer-Schlumpf als Finanzministerin eine gute Figur machen.

Weiter schreibt Blick:

Simonetta Sommaruga entging dadurch nicht nur das wichtige UVEK, das sich Doris Leuthard sicherte. Sondern die SP-Hoffnungsträgerin muß sich jetzt als erste Nicht-Juristin seit anno Tobak mit trockenen Paragraphen herumschlagen und eine harte Asylpolitik vertreten.

Ganzer Artikel im Blick

No Comments »

NZZ: “Widmer-Schlumpf hat sich ins Abseits manövriert”

Die NZZ schreibt zur Situation nach dem überraschenden Departementswechsel von Eveline Widmer-Schlumpf (kursiv):

Mit ihrem abrupten Wechsel ins Finanzdepartement bringt Eveline Widmer-Schlumpf frühere Verbündete gegen sich auf. Sie braucht die Stimmen der SP für eine Wiederwahl – doch die Sozialdemokraten wollen nun nichts mehr von ihr wissen. Die Bündnerin hat sich ins Abseits manövriert.

Die Frage lautet: Wieso? Wieso wechselt Eveline Widmer-Schlumpf ein Jahr vor den Wahlen das Departement, nachdem sie nur drei Jahre für Justiz und Polizei verantwortlich war?

NZZ: "Die Frage lautet: Wieso?" (Bildschirmfoto Artikel / Foto Widmer-Schlumpf: NZZ)

In der SP hat sich ein Sturm erhoben. Die Sozialdemokraten wählten Widmer-Schlumpf 2007 geschlossen in die Landesregierung, anstelle von Christoph Blocher.

Nun sind sie wütend auf die Magistratin aus Graubünden. Der Schwyzer Nationalrat Andy Tschümperlin, Vizepräsident der SP-Fraktion, sagt es so:

«Es gab viele in der SP, die meinten: <Wir lassen Widmer-Schlumpf nicht fallen.> Das ist nun vorbei. Jetzt heisst es: <Wir wählen sie nicht mehr.> Für mich persönlich hat sie es definitiv verspielt.»

Ganzer Artikel auf NZZ.ch

No Comments »

SF: “Eveline Widmer-Schlumpf sägt am eigenen Stuhl”

Zitate aus dem Schweizer Fernsehen von Ende Monat nach dem völlig überraschenden Departementswechsel Eveline Widmer-Schlumpfs:

Der Schreck nach der Departements-Verteilung im Bundesrat sitzt tief in den sozialdemokratischen Knochen.

Sozi-Schreck Widmer-Schlumpf (Bildschirmfoto: SF)

Die SP ist verärgert, daß Simonetta Sommaruga das Justizdepartement übernehmen muß, weil Eveline Widmer-Schlumpf in die Finanzen wechselt – ausgerechnet wegen ihr, der man doch in den Bundesrat verholfen hat.

No Comments »

Von betrogenen Betrügern und verratenen Verrätern: Zum überraschenden Departementswechsel von Eveline Widmer-Schlumpf

Verraten von den Anständigen bzw. der Partei der Anständigen. Wie groß war der frenetische Jubel, als die SP die machthungrige Eveline Widmer-Schlumpf im Zuge einer Verschwörung benutzen konnte, um Bundesrat Christoph Blocher zu stürzen. Daß die Konkordanz dabei skrupellos über Bord gekippt wurde, war damals völlig egal.

Wie groß ist jetzt das Geheule in der SP, daß Simonetta Sommaruga ausgerechnet im EJPD versenkt wurde.

Überraschender Departmentswechsel von Widmer-Schlumpf, Simonetta Sommaruge (Foto) muß ab ins EJPD: Die SP wurde von der Partei der Anständigen gemeinsam mit der sog. Mitte eiskalt ausgetrickst.

Die Bundesratskandiatin Sommaruga hatte noch vor ihrer Wahl in der Presse damit öffentlich kokettiert, daß sie auch schon Hanf-Guetzli selbst gebacken hätte.

Nun ist die Frau Justizministerin bzw. EJPD-Vorsteherin geworden. Gegen den ausdrücklichen Willen ihrer Partei und gegen ihren eigenen Willen.

Man kann nicht mal Schadenfreude empfinden, weil das, was jetzt geschehen ist, ein Trauerspiel für den Schweizer Bundesrat ist. Wie soll denn ein 7er-Gremium, das mit einem Eklat startet, vertrauensvoll zusammenarbeiten?

Doch hatte die SP, allen voran Parteichef Christian Levrat, wirklich gedacht, Eveline Widmer-Schlumpf verhalte sich fair oder gar noch dankbar?

Sie weiß genau, daß die Linke weiß, daß sie selbst keine Linke ist, sondern sich nur für die Blocher-Abwahl hergegeben hatte und dafür dankbar mißbraucht wurde. Spätestens als Darbellay kürzlich öffentlich erklärte, er werde Widmer-Schlumpf nächstes Jahr wiederwählen, war klar, daß Widmer-Schlumpf keine Rücksicht auf die SP mehr nehmen würde.

Ihr Kalkül: Wenn sie jetzt noch rasch einen Departementswechsel macht, kann sie nächstes Jahr argumentieren, es wäre schlecht, sie abzuwählen, weil sie sich ja gerade erst ein Jahr eingearbeitet habe.

Im linken Tagi jubiliert denn auch schon Redaktor Matthias Chapman und beschreibt das eiskalte Kalkül Widmer-Schlumpfs so: “Kann man eine Ministerin, die sich soeben ins neue Departement eingearbeitet hat, einfach so absetzen?In einem Jahr kann sich ein Departementsvorsteher gerade mal so halbwegs in die Dossiers einarbeiten, so schätzen Experten. Für das Finanzdepartement hiesse eine Auswechslung nach so kurzer Zeit Unruhe und Instabilität. Gerade das aber will man im Parlament unbedingt verhindern. Immer wieder wird von allen Seiten betont, wie wichtig ein gesunder Bundeshaushalt sei und dass man den nachfolgenden Generationen nicht einen Schuldenberg überlassen wolle. Kontinuität also ist im Finanzministerium gefragt.”

Die SP steht nun dumm da. Ihre Bundesrätin Sommaruga hat mit dem EJPD ein Department, in dem sie sich nicht profilieren kann. Und sie hat nicht die nötige Qualifikation. Sie ist keine Juristin und soll das Eidg. Justiz- und Polizeidepartment leiten.

Sie hatten bei der Verschwörung eifrig mitgeholfen, Blocher um sein Amt zu betrügen und Verrat an der Konkordanz verübt. Doch es gibt eben auch betrogene Betrüger und verratene Verräter. So läßt sich das prekäre Geschehen, daß SP-Frau Simonetta Sommaruga im EJPD “versenkt wurde” wohl am treffensten beschreiben.

Am 1. November übernimmt Simonetta Sommaruga mitten im Abstimmungskampf um die Ausschaffungsinitative das Geschäft. Und zu all ihrem Unglück wird sie “auch ihre eigene Partei, die in der Frage gespalten ist, für ein Ja zum Gegenvorschlag zu gewinnen versuchen” (kursiv = Zitat Tagi).

No Comments »

WP Login