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99,25 % des Volkes ist gegen Widmer-Schlumpf! / 99,25 % della popolazione è contro Widmer-Schlumpf!

Glosse

Rund 30 % des Stimmvolkes hat bei den letzten nationalen Wahlen SVP und ihr Zugpferd Christoph Blocher gewählt. Deshalb stiess seine Abwahl durch das SP/CVP-Komplott bei der SVP derart sauer auf. Denn fast 1/3 des Willens des Stimmvolkes wurde krass missachtet. Diesem Argument entgegnen die Komplotteure süffisant mit der Aussage: “Was wollt Ihr denn ? 70% des Volkes hat ja gegen die SVP und somit gegen Blocher gestimmt”.

Am 11. April haben rund 10’000 Personen (mir persönlich schienen´s weit weniger) auf dem Berner Bundesplatz für Frau Widmer-Schlumpf demonstriert. Die übliche Anti-SVP-Allianz hat das via Medien zum absoluten Jahrhundert-Ereignis erklärt. Übernehmen also für einmal auch wir die Rhetorik der Linken/Linksbürgerlichen und argumentieren: Rund 10’000 waren dort. Im Verhältnis zur Schweizer Bevölkerung von rund 7,5 Millionen sind das gerade mal 0,75 %. Was wollt Ihr denn ? 99,25 % des Volkes hat ja durch Abwesenheit gegen Widmer-Schlumpf protestiert.

Rolando Burkhard
edizione del 18/04/2008

(Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des tessiner Magazins “Il Paese“)

Un po’ di umorismo

Circa il 30% degli elettori ha votato alle ultime nazionali a favore dell’UDC e del suo candidato trainante Christoph Blocher. Per questo la sua estromissione tramite il complotto PS/PPD ha fatto arrabbiare così tanto l’UDC. Perché quasi un terzo della volontà dell’elettorato è stato bellamente ignorato. I cospiratori respingono quest’argomento con sufficienza, dicendo: Ma cosa volete ? il 70% della popolazione ha votato contro l’UDC, e quindi contro Blocher”.

L’11 aprile circa 10’000 persone (a me sono sembrate molto meno) hanno dimostrato a favore della signora Widmer-Schlumpf sulla piazza federale. La solita alleanza anti-UDC ha annunciato questo evento come la manifestazione del secolo. E allora prendiamo per una volta a prestito la retorica della sinistra e dei borghesi di sinistra: circa 10’000 presenti. Per rapporto ai circa 7,5 milioni d’abitanti della Svizzera, ciò corrisponde a circa lo 0,75%. Ma cosa volete allora? il 99,25% della popolazione ha protestato con la propria assenza contro Widmer-Schlumpf.

Rolando Burkhard
edizione del 18/04/2008

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Daran hätte man vielleicht früher denken müssen

St. Gallen + 9, Schwyz + 14, heute Thurgau + 4 und Uri + 8. Nach der vieldiskutierten Bundesratsabwahl von Christoph Blocher hat die SVP in den Parlamenten jener Kantone, in denen seit dem 12. Dezember 2007 Wahlen stattfanden, massenhaft Sitzgewinne erzielt.

Das Volk stellt nun den “Verschwörungsparteien” die Quittung dafür aus, dass sie Widmer-Schlumpf gegen den Willen eines Drittels der Bevölkerung in den Bundesrat gewählt haben. Gegen den Willen all jener, die sich in dem auf die Person von Bundesrat Blocher ausgerichteten Wahlkampf mit ihrer Stimme klar für seine Wiederwahl ausgesprochen hatten. Die SP und die CVP haben, einzig und alleine dank der Mittäterschaft von Frau Widmer-Schlumpf, aus einem zur Wiederwahl anstehenden Bundesrat einen abgewählten Bundesrat gemacht. Jetzt bezahlen sie dafür den Preis. Schuld daran sind sie selber !

Nun mischen sich Parteien, Politiker und Medien auf lächerliche Art und Weise in die internen Angelegenheiten der SVP ein. Dass die Partei den offensichtlichen Verrat seitens einer ihrer Spitzenexponenten “die alles andere als ein ahnungsloses Werkzeug in den Händen anderer darstellt“ nicht unterwürfig hinnimmt, finden sie inakzeptabel, unwürdig, einem totalitären Regime entsprechend oder noch schlimmer.

Die Partei hat ein stufenweises Vorgehen vorgesehen. Nicht so sehr als Racheaktion gegen die Bündner Regierungsrätin (die das durchaus verdient hätte), sondern vor allem, um die eigene Glaubwürdigkeit aufrecht zu erhalten. Die SVP ist die Partei der klaren und entschlossenen Haltungen. Sollte sie denn aus lauter Angst vor der Trennung von einer regionalen Sektion einen derart heimtückischen Rückenschuss einfach so hinnehmen ?

Höchstwahrscheinlich haben die Direktinteressierte und ihre Sektion genau auf das spekuliert, aber da haben sie sich gehörig verschätzt. Und sie setzen scheinbar immer noch auf diese Karte; das jedenfalls ist den Kommentaren ihrer kantonalen Spitzen zu entnehmen, die – wie sie sagen – mit der Solidarität anderer Sektionen rechnen.

Als erstes wird von Frau Widmer-Schlumpf gefordert, dass sie ihren Rücktritt aus dem Bundesrat erklärt. Damit positioniert man sich rein politisch. Denn niemand glaubt ernsthaft daran, dass eine Person mit derart ausgeprägten persönlichen Ambitionen, die sie sogar zum Verrat an der eigenen Partei veranlassten, auf das nun Erreichte verzichtet. Dies ist die einzige Forderung, zu welcher die anderen Parteien ihre Meinung abgeben können ohne sich in die internen Angelegenheiten der SVP einzumischen.

Man sollte sich aber sehr wohl daran erinnern, dass die Linke in der vergangenen Legislaturperiode in regelmässigen Abständen stets den Rücktritt von Christoph Blocher aus dem Bundesrat gefordert hat. Da hat jeweils nie jemand gegen diese undemokratische Haltung protestiert.

Der zweite Schritt, der, wie die übrigen zwei, eine rein parteiinterne Angelegenheit darstellt und wo jede Einflussnahme von aussen als inakzeptable Einmischung zu betrachten ist; ist die Forderung des Austritts von Eveline Widmer-Schlumpf aus der SVP bis spätestens am 11. April 2008. Stände die gute Frau wenn schon nicht zu ihrer Partei so doch zu ihrer kantonalen Sektion, wäre das die schmerzloseste und am wenigsten folgenträchtigste Lösung. Denn über eine Partei verfügt sie ja so oder so nicht mehr.

Mit dem dritten Schritt wird, sollte die Bundesrätin der Forderung nicht nachkommen, der Ball der Bündner SVP zugespielt. Diese kann sie ausschliessen oder zum Austritt bewegen; das müsse sie bis spätestens am 30. April tun. Tut sie es nicht, steht sie klar zur Haltung ihres Mitglieds und unterstützt damit dessen unwürdiges und parteischädigendes Verhalten.

In diesem Fall bliebe nichts anderes übrig, als das Ausschlussverfahren gegen die gesamte kantonale Sektion in Gang zu setzen. Die Betroffenen dürfen nicht damit rechnen, dass die Partei das nicht durchzieht, denn unmittelbar nach dem Ausschluss der Sektion sind wir in der Lage, eine neue Sektion zu gründen, die bis zum Jahre 2011 Zeit hat, sich zu bewähren.

Welches sind denn eigentlich die Fakten, welche die verlogenen Aussagen Lügen strafen, mit welchen die Bundesrätin den im SF-Dokumentarfilm „Die Abwahl“ aufgestellten Thesen widerspricht (der Film wurde in der TSI-Sendung „Falò“ auch auf italienisch ausgestrahlt) ?

Zuallererst wiederholt man im Film mehrmals die Tatsache, dass die gute Frau den Parteispitzen gegenüber mehrmals versichert hat, dass sie eine Wahl niemals annehmen würde. Schon dies alleine beweist ihre lügnerische Haltung. Was aber den meisten entgangen ist, ist, dass es nicht die Wahl ist, die sie nicht hätte annehmen sollen, sondern die KANDIDATUR. Warum hat sie denn – wenn sie doch so gutgläubig ist wie sie dauernd erklärt – nicht wie die übrigen kontaktierten SVP-Exponenten gehandelt, welche entsprechende Anfragen abgelehnt und hierüber den Parteipräsidenten orientiert haben ?

Sie habe sich im letzten Moment entschlossen, behauptet sie. Schade nur, dass –nachdem Ueli Maurer und Toni Brunner aufgrund von Widmer-Schlumpfs diesbezüglichen Aussagen gegenüber der Presse erklärten, dass niemand von der SVP eine Nominierung annehmen werde – linke Parlamentarier lachend gesagt haben: „Wir wissen besser Bescheid als Euer Präsident, was sich in Eurer Partei tut“. Gemäss Widmer-Schlumpf sind die im Film abgegebenen Erklärungen von Darbellay (der über „solide Garantien“ verfügte, dass sie die Wahl annehmen würde), Wyss, Recordon und Hämmerle wahrheitswidrig: Warum rettet sie denn angesichts der schweren Konsequenzen nicht ihre Ehre, indem sie diese Leute einklagt ?

Die Bahnreise nach Bern will sie lediglich gemacht haben, um am Fraktionsessen der Partei teilzunehmen. So ? Warum wurde sie denn von einem ganzen Fernsehteam begleitet ? Wegen ihrer Anreise zu einem Essen, an dem sie übrigens, wie es scheint, in früheren Jahren nie teilgenommen hatte ?

Alles in allem ist es zu oberflächlich, zu behaupten, dass die SVP nur wegen ihrer Wahlannahme gegen Widmer-Schlumpf vorgeht. Es ist zudem lächerlich, wenn diese Anklage von der SP gemacht wird, die 1993 ihren gewählten Bundesrat Francis Matthey zwang, seine Wahl nicht anzunehmen, weil man dafür Christiane Brunner vorgesehen hatte, die dann durch Ruth Dreifuss verdrängt wurde. Die SVP kann es sich einfach nicht leisten, weiterhin eine Schlange an ihrer Brust zu nähren, eine Frau, die in vollem Bewusstsein und aus rein persönlichen Ambitionen gegen die Interessen der Partei verstossen hat. Umso schlimmer ist es, wenn das Ganze darauf hinausläuft, dass eine ganze Sektion ausgeschlossen werden muss. Aber vielleicht ist es der Beginn einer neuen Aera, in welcher wir endlich auch in Graubünden über eine SVP verfügen werden, die besser mit der politischen Linie der Partei harmoniert. Und wer weiss, vielleicht wäre es besser gewesen, man hätte sich früher darüber Gedanken gemacht. Einige Leute haben behauptet, dass Widmer-Schlumpf nichts anderes darstellt als das Produkt der exzessiven Toleranz, welche man gegenüber einer kantonalen Sektion manifestiert hat, die in der Vergangenheit nur allzu oft divergierende Positionen vertrat.

Eros N. Mellini

Beitrag mit freundlicher Genehmigung des tessiner Magazins “Il Paese” wiedergegeben / edizione del 18/04/2008

Chissà , forse si sarebbe potuto pensarci prima Â

San Gallo + 9, Svitto + 14, Turgovia + 4 e Uri + 8. Dopo la discussa estromissione di Christoph Blocher dal Consiglio federale, l’UDC ha guadagnato seggi a palate nei legislativi dei cantoni nei quali hanno avuto luogo le elezioni dopo il 12 dicembre del 2007.

Il popolo sta facendo pagare ai „partiti della congiura“ che hanno eletto Eveline Widmer-Schlumpf nel governo federale, contro la volontà di quel terzo della popolazione che – votando UDC in una campagna accentrata sulla personalità di Christoph Blocher – si era chiaramente espresso per la rielezione del consigliere federale uscente. Il PS e il PPD, ma solo grazie alla complicità della signora Widmer-Schlumpf, hanno fatto di un ministro uscente un ministro uscito, e adesso ne pagano le conseguenze. Chi è causa del suo mal…

Ma ciò che è ridicolo, è l’ingerenza di partiti, politici e media negli affari interni dell’UDC. Secondo costoro, non accettando supinamente l’evidente tradimento di una sua esponente di spicco – la quale è tutt’altro che un’inconsapevole pedina di un gioco organizzato da altri – prende un atteggiamento inaccettabile, indegno, da regime totalitario e chi più ne ha più ne metta.

Il partito ha elaborato una scaletta di azioni da intraprendere, non tanto per mettere a segno una vendetta contro la ministra grigionese che peraltro se la meriterebbe, bensì soprattutto per salvaguardare la propria credibilità . L’UDC è il partito delle posizioni forti e chiare, e dovrebbe incassare una pugnalata alla schiena di tale gravità , solo per paura di una scissione con una sezione regionale ? È verosimilmente su questo che contavano la diretta interessata e la sua sezione, ma evidentemente si sono sbagliate di grosso.

E ci contano ancora, sembra, a sentire i commenti dei suoi dirigenti cantonali che, dicono, contano sulla solidarietà di altre sezioni.

La prima richiesta è che Eveline Widmer-Schlumpf dia le sue dimissioni dal Consiglio federale. È una semplice posizione politica e nessuno crede che una persona la cui ambizione personale è tale da indurla al tradimento del proprio partito, abbia poi a rinunciare una volta ottenuto quanto voleva. È anche l’unica richiesta sulla quale gli altri partiti possono dire la loro senza interferire negli affari interni dell’UDC. È però bene ricordare che nella passata legislatura, la sinistra non ha mai smesso di chiedere a scadenze regolari le dimissioni dal governo di Christoph Blocher, senza che alcuno prendesse posizione contro l’antidemocraticità della richiesta.

La seconda tappa – e questa, come le altre due, è un affare interno del partito nel quale ogni intervento esterno è da considerare come un’inaccettabile ingerenza – è la richiesta delle dimissioni di Eveline Widmer-Schlumpf dall’UDC entro l’11 aprile 2008. Se la signora in questione tenesse minimamente se non al partito, perlomeno alla sua sezione cantonale, questa sarebbe la solozione meno dolorosa e con meno conseguenze. Tanto il partito non l’ha già più.

Con il terzo passo, non avendo nel frattempo la ministra dato seguito alla richiesta, la palla passa nel campo dell’UDC Grigioni. Loro possono espellerla o convincerla ad andarsene, e lo devono fare entro il 30 aprile. Se non lo fanno, è chiaro che sono d’accordo con la posizione della loro adepta, e dunque sostengono un comportamento indegno e lesivo degli interessi del partito. Non resterà quindi altra via che avviare l’iter per l’esclusione dal partito dell’intera sezione cantonale. E gli interessati non devono contare sul fatto che il partito non oserà andare fino in fondo, perché non appena espulsa la sezione siamo in grado di formarne immediatamente un’altra che avrà tempo fino al 2011 per dimostrare il suo valore.
Ma quali sono i fatti che smentiscono le menzognere affermazioni con le quali la ministra controbatte le tesi del documentario della SF „Die Abwahl“, dato in versione italiana nella trasmissione „Falò“ della TSI ?

Innanzitutto, si parla sempre del fatto che la signora aveva promesso a più riprese ai vertici del partito che mai avrebbe accettato l’elezione. Già questo dimostra l’attitudine alla menzogna della signora, ma ciò che sfugge ai più, è che non è l’elezione che avrebbe dovuto rifiutare, bensì la CANDIDATURA. Infatti, perché – se in completa buona fede come insiste a dichiararsi – non ha fatto come altri esponenti dell’UDC che, contattati, hanno declinato l’invito e informato della cosa il presidente ?

L’ha deciso all’ultimo momento, dice. Peccato che quando – a seguito delle sue assicurazioni in questo senso – Ueli Maurer e Toni Brunner hanno affermato ai giornalisti che nessun UDC avrebbe accettato la nomina, dei deputati della sinistra hanno riso dicendo: „Sappiamo cosa succede nel vostro partito meglio del vostro stesso presidente“.

Secondo Widmer-Schlumpf, le dichiarazioni rilasciate nel filmato dai vari Darbellay (che aveva „solide garanzie“ sulla sua accettazione della carica), Wyss, Recordon e Hämmerle, non corrispondono al vero: ma allora, viste le pesanti conseguenze, perché non salvaguarda il suo onore querelandoli ?

Il viaggio in treno a Berna era solo per partecipare al tradizionale pranzo della frazione parlamentare. Già , e per una semplice partecipazione al pranzo – al quale peraltro non risulta abbia preso parte in passato – si è scomodata una squadra della televisione svizzera ?
In altre parole, è riduttivo dire che l’UDC si sta scagliando contro la signora Eveline Widmer-Schlumpf per aver accettato la nomina. E anche ridicolo, se l’accusa viene da quel PS che nel 1993 forzò il suo consigliere federale eletto Francis Matthey a non accettare la carica che il partito aveva destinato a Christiane Brunner, poi scalzata da Ruth Dreifuss. L’UDC semplicemente non può continuare ad allevarsi una serpe in petto, una persona che consapevolmente e per il suo interesse personale ha agito ai danni del partito. Se questo significherà dover escludere un’intera sezione cantonale, tanto peggio. Forse sarà l’inizio di una nuova era, nella quale finalmente anche nei Grigioni avremo un’UDC più in sintonia con la linea politica del partito. E chissà , forse sarebbe stato meglio pensarci prima. Qualcuno ha infatti detto che Eveline Widmer-Schlumpf non è che il frutto di un’eccessiva tolleranza che il partito nazionale ha sempre avuto in passato nei confronti di una sezione troppo spesso su altre posizioni.

versione stampabile Eros N. Mellini
edizione del 18/04/2008

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Eine “demokratisch” gewählte Bundesrätin? – Gottseidank ist Widmer-Schlumpf nicht noch zufällig Angehörige einer ethnischen Minderheit

Überlegungen zum Vorgehen der SVP gegen Widmer-Schlumpf, bzw. zu den Versuchen zu ihrer Rettung:

Das entschlossene parteiinterne Vorgehen der SVP gegen die Verräterin in ihren Reihen Widmer-Schlumpf stößt beim Volk auf große Zustimmung.

Die jüngsten Wahlergebnisse in den Kantonen beweisen es. Die Verliererparteien inkl. deren Verbände und Exponenten (und natürlich die Medien) hingegen erklären es zum Skandal.

Hauptbegründung: Eveline Widmer-Schlumpf sei eine demokratisch gewählte Bundesrätin.

Ist sie das wirklich ?

Und wie ernst ist der “Jekami”-Widerstand gegen den SVP-Entscheid zu nehmen ?

Was heißt “demokratisch” ?

Frau Widmer-Schlumpf ist zwar in einem rechtsstaatlich nicht zu beanstandenen Verfahren gewählt worden. Denn gewählt wurde sie von dem in der Verfassung dafür vorgesehenen Organ (der Vereinigten Bundesversammlung), und Wahlfälschungen hat es, soweit bekannt, dabei keine gegeben.

Aber ist sie deshalb “demokratisch” gewählt worden, wie es behauptet wird ? Das hängt davon ab, was man unter dem Begriff “Demokratie” versteht.

Offenbar verstehen ihn nicht alle gleich.

Wer “demokratisch” lediglich mit “rechtsstaatlich zulässig” gleichsetzt, reduziert den Demokratiebegriff auf seinen rein formalen Gehalt.

Das ist äußerst gefährlich, denn Demokratie ist weit mehr als das. Sie hat nicht nur formale Bedeutung, sondern einen ausgeprägten materiellen Gehalt. Ansonsten hätte sich diese Staatsform im Verlaufe der Weltgeschichte nicht derart durchgesetzt.

Abraham Lincoln hat es auf den Punkt gebracht: Demokratie sei Regierung “des Volkes, für das Volk und durch das Volk”.

Ist Frau Widmer-Schlumpf “demokratisch” gewählt worden ?

Geht man vom materiellen Demokratie-Begriff aus, dann eindeutig nein.

Sie wurde weder vom noch durch und erst recht nicht für das Volk gewählt. Gewählt wurde sie vielmehr aus rein opportunistischem Kalkül von eigentlichen Demokratie-Gegnern. Von Leuten, die damit verhinderten, dass der wirkliche Vertreter des Volkes in der Regierung sitzt.
Lincolns englische Definition von Demokratie als Staatsform “of the people, for the people and by the people” wurde in philippinischen Sarkasmen gegen die grassierende Korruption umgewandelt in “…off the people” (weg vom Volk), fool the people (verarsche das Volk) und buy the people (korrumpiere das Volk)”.

Mir scheint, in der Schweiz sind wir nicht mehr so weit von Drittweltverhältnissen entfernt !

Fragezeichen zur “Jekami”-Zusammensetzung und zu den “Tuttifrutti”-Argumenten der SVP-Gegner

Höchst amüsant ist folgendes: Jetzt hat sich gar der Dachverband Schweizerischer Frauenorganisationen (alliance F) solidarisch hinter die “bedrohte” Bundesrätin gestellt.

Die wackeren Frauen tun so, als wenn die Ausschlußforderung der SVP rein “frauenfeindlich” wäre. In Tat und Wahrheit ist es rein zufällig, daß die Verräterin eine Frau ist.

Die Reaktion der Partei wäre keine Spur anders ausgefallen, wenn es sich um einen Mann gehandelt hätte.

Gottseidank ist Widmer-Schlumpf nicht zufälligerweise dunkelhäutig, denn sonst hätte die Antirassismuskommission des notorischen “Prof.” Kreis wohl interveniert.

Wäre die gute Frau gar jüdischen Glaubens gewesen, dann hätte man die SVP entschieden des Antisemitismus bezichtigt. Und hätte sie nicht einen Holzkopf, sondern ein Holzbein, dann wären wohl unzählige Behindertenorganisationen für sie eingetreten.

Mit welch phantasievollen Mitteln die SVP-Gegner derzeit ihren Frust über die Wahlerfolge der Partei abreagieren, zweigen die folgenden beiden Beispiele. Der Schaffhauser FDP-Kantonsrat hat gegen die SVP wegen deren Aus- und Rücktrittsforderung an Frau Widmer-Schlumpf bei der Bundesanwaltschaft Klage wegen versuchter Nötigung eingereicht.

Lachen Sie nicht zu laut über diesen dreifachen juristischen Rückwärtssalto, denn bei der Bundesanwaltschaft ist alles möglich.

Herzhaft lachen hingegen dürfen Sie über Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP). Er hat die Eröffnungsfeier zur Hodler-Ausstellung im Kunstmuseum boykottiert, weil sich der Sponsor Christoph Blocher dort nicht als “alt Bundesrat”, sondern als “abgewählter Bundesrat” vorstellen ließ (was er ja auch ist, oder ?).

Die SVP-Gegner wollen wohl mit solchen PR-Gägs die nächsten Wahlen gewinnen: dadurch, daß sich zwei Drittel der SVP-Wähler totgelacht haben.

Dieser wertvolle Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung des tessiner Magazins Il Paese wiedergegeben.

Autor: Black Rot
edizione del 18/04/2008

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Eveline Widmer-Schlumpf und die böse Tat

Verrat, Lügen und Konspiration hinterlassen Spuren. Sie lassen sich nicht abwaschen. Zu ihrem Vorteil ließ sich Eveline Widmer-Schlumpf hinreissen, mit den Gegnern der SVP zusammenzuarbeiten. Sie wurde als neue Bundesrätin gewählt und Herr Bundesrat Blocher abgewählt.

Nachdem sie schon vorher aus der Fraktion ausgeschlossen wurde, soll sie nun als Bundesrätin zurücktreten, was sie jedoch ablehnt.

Die Bündner SVP will aber Frau Eveline Widmer-Schlumpf nicht fallenlassen, was wiederum zum Ausschluß der Graubündner SVP führen wird. Dadurch wird eine Spaltung der SVP Graubünden stattfinden.

Die SVP Schweiz wird dadurch stärker und geschlossener werden.

Das haben die letzten Wahlen in St. Gallen, Schwyz, Uri, Thurgau und Glarus gezeigt. Es nützt nichts, wenn die Abweichler in der SVP mit unseren Gegnern immer fortlaufend wiederholen, Eveline Widmer-Schlumpf sei demokratisch gewählt worden.

Was neue Wählerschichten zur SVP bringt, ist die Tatsache, daß viele Leute ein gutes Empfinden haben. Sie sehen die Hinterlist und die Lügen, in die die neue Bundesrätin bei ihrer Wahl verwickelt wurde.

Diese Unmoral wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht goutiert. Sie wünschen sich moralisch integre Vertreter im Bundesrat und zu denen zählen sie Eveline Widmer-Schlumpf offenbar nicht.

Der Zulauf zur SVP wird sich noch verstärken, zuerst in der deutschen Schweiz und dann auch zusehends in der Romandie und im Tessin.

Man darf nicht außer Acht lassen, daß es für die meisten SVP-ler eine Befreiung ist, wenn endlich ein Teil unserer innerparteilichen Gegner ausgeschlossen wird.

So wird die SVP in Zukunft harmonischer, schlagkräftiger und stärker. Das an die Linken verlorene Terrain kann so wieder zurückgewonnen werden.

Diese Idee und Überzeugung macht die Partei stark und glücklich und attraktiv für neue Wähler.

Manfred Oswald

Präsident ds-SVP Tessin

Mit freundlicher Genehmigung vom tessiner Magazin Il Paese, edizione del 18/04/2008

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